AfD-Funktionäre beim „1000 Kreuze“-Marsch

Am 16. März 2019 zogen etwas mehr als 100 christliche Fundamentalist*innen, radikale Abtreibungsgegner*innen und Antifemist*innen durch Münsters Innenstadt. Unter den Teilnehmenden waren auch Funktionäre der AfD. 

Der seit mehr als 10 Jahren jährlich stattfindende „1000 Kreuze“-Marsch wird von der Gruppe „Euro Pro Life“ um Wolfgang Hering aus München organisiert. Der Marsch richtet sich gegen Schwangerschaftsabbrüche und der Recht auf Selbstbestimmung von Frauen. Die Veranstalter*innen vertreten zudem homo- und transphobe Positionen.

An dem Marsch beteiligen sich nicht nur katholisch-fundamentalistische Aktivist*innen aus Münster wie Felizitas Küble (Christopferuswerk Münster, KOMM-Mit-Verlag), sondern stets auch Personen aus anderen Spektren der extremen Rechten. Im letzten Jahr nahm eine Gruppe von Personen aus dem Umfeld der AfD, der „Identitären Bewegung“ und der Burschenschaften teil.

Dies war auch 2019 der Fall. Schon am Auftaktort war eine Gruppe junger Männer zu identifizieren, zu denen Alexander Leschik (stellvertretender Kreissprecher der AfD Münster), Jens Kellmann (Sprecher des AfD-Kreisverbands Coesfeld) sowie der Neonazi Robert Malcoci („Identitäre Bewegung“) gehörten. Malcoci war bis zum letzten Jahr Mitglied der Münsteraner Burschenschaft Franconia.

Hintere Reihe: Alexander Leschik (2. von links) und Jens Kellmann (4. von links)
Hintere Reihe: Alexander Leschik (2. von links) und Jens Kellmann (4. von links)