Category Archives: Münster

Scharnier zwischen marktradikalen AfD- und FDP-Mitgliedern

Ein Gastbeitrag der Antifaschistischen Linken Münster.

Am 19. Juni 2018 will der „Hayek-Club Münsterland e.V.“ erstmals seinen „Hayek-Preis“ vergeben, für den sich Studierende mit einer Arbeit über den Namensgeber Friedrich August von Hayek bewerben konnten. Der 1992 verstorbene Ökonom Hayek war einer der führenden Köpfe des Neoliberalismus. Die Fans seiner marktradikalen und unsozialen Ideen sammeln sich bundesweit in den so genannten Hayek-Clubs, die wiederum mit der in Berlin ansässigen „Friedrich A. von Hayek Gesellschaft e.V.“ verbunden sind. Auch in Münster nimmt dieser elitäre, neoliberale Club eine Scharnierfunktion zwischen AfDlern, ehemaligen AfDlern sowie rechten FDP- und CDU-Mitgliedern ein. Dies zeigt sich besonders augenfällig bei dieser Preisverleihung. Continue reading Scharnier zwischen marktradikalen AfD- und FDP-Mitgliedern

Neonazi und Kader der „Identitären Bewegung“ bei der „Münsterer Burschenschaft Franconia“

Ein Gastbeitrag der Antifaschistischen Linken Münster.

Der Neonazi und Kader der „Identitären Bewegung“ (IB) Robert Malcoci ist im Wintersemester 2017/2018 Mitglied der „Münsterer Burschenschaft Franconia“ geworden. Malcoci stammt aus einer Familie von Neonazi-Aktivist*innen, sein Vater Christian war über viele Jahre einer der einflussreichsten Neonazis in Westdeutschland, kürzlich wurde er auf Platz 6 der Europwahl-Liste der Neonazi-Partei „Die Rechte“ gewählt. Roberts Mutter Maria-Luise Süß-Lindert ist ebenfalls aktive Neonazistin. Wie seine beiden Brüder Karl und Timm bewegte sich der 1993 geborene Robert Malcoci in den Kreisen um die „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) sowie, nach deren Verbot im Jahr 2012, im Umfeld der „Die Rechte“. Er beteiligte sich mehrfach an Neonaziaufmärschen und an weiteren Aktivitäten. Continue reading Neonazi und Kader der „Identitären Bewegung“ bei der „Münsterer Burschenschaft Franconia“

Wofür steht Martin Schiller?

Gastbeitrag – übernommen von der Kampagne Keine Stimme der AfD
 
Die „Westfälischen Nachrichten“ haben ein Porträt des AfD-Funktionärs Martin Schiller, den Direktkandidaten seiner Partei zur Bundestagswahl in Münster, veröffentlicht. [1] Daran ist insofern nichts auszusetzen, als dass die Tageszeitung auch die anderen Direktkandidaten vorstellt. Problematisch ist allerdings das Bild seiner Person, dass Schiller in dem Artikel zeichnet: Er sei ein lokaler mittelständischer Unternehmer aus der Textilindustrie, der zeitweise in Mexiko tätig war. Der Zeitung hat er sogleich sein „Lieblingsfoto“ zur Verfügung gestellt, das ihn mit einigen seiner mexikanischen Angestellten zeigt. Folglich, so die unterschwellige Botschaft, kann er ja kein Rassist oder Rechtsradikaler sein. Schiller behauptet, dass er sich vom „stumpfen Nationalismus“ seines Parteikollegen Björn Höcke distanziere und will seine Partei politisch dort angesiedelt sehen, wo früher die CDU gestanden habe, „bevor sie unter Merkel nach links driftete“. Zugleich erklärt er, dass er Migration für falsch halte, weil ein Sozialstaat ohne Grenzen nicht funktioniere. Ist Martin Schiller also lediglich ein konservativer, honoriger Kaufmann, der sich um die Zukunft des deutschen Sozialstaat Sorgen macht? Nichts könnte falscher sein als das, wie wir an wenigen Punkten verdeutlichen wollen. Continue reading Wofür steht Martin Schiller?

Neonazis versuchen Tierrechts-Protest in Münster zu instrumentalisieren

Gastbeitrag – übernommen von der Antifaschistischen Linken Münster

Neonazis haben am Samstag, den 15. April 2017 am Rande einer Protestaktion von Tierrechts-Gruppen gegen einen Zirkus in Münster Flugblätter verteilt. Die Organisatoren des Protestes haben die drei anwesenden Neonazis von ihrer Veranstaltung verwiesen und sich nachdrücklich von dem Unterwanderungsversuch distanziert. In den „Westfälischen Nachrichten“ wurden die Neonazis als Mitglieder einer „rechten Gruppierung“ bezeichnet, weswegen wir hier Informationen zusammen gestellt haben. Continue reading Neonazis versuchen Tierrechts-Protest in Münster zu instrumentalisieren