Tag Archives: Martin Schiller

AfD-Kandidat verbreitet Neonazi-Inhalte

Ein Münsteraner AfD-Kandidat für die Kommunalwahl im September teilt bei Facebook Inhalte der Neonazi-Partei „Der III. Weg“, der extrem rechten „Identitären Bewegung” und Grafiken, in denen auf die Tötung Merkels angespielt wird. Für AfD-Kreissprecher Martin Schiller sind diese Äußerungen bloß „Geschmacksache“. Einen Tag später teilt die AfD Münster dann überraschend mit, der betreffende Kandidat werde zum Wohle der Partei auf seine Kandidatur verzichten. Diesen Rückzug will ausgerechnet ein Vertreter des extrem rechten „Flügels“ – Steffen Christ, zugleich Sprecher des Bezirksverbands Münster – durch eine Intervention beim Kreisverband erreicht haben. Ein Blick in die Abgründe einer radikalisierten wie zerstrittenen Partei. Continue reading AfD-Kandidat verbreitet Neonazi-Inhalte

AfD-Bezirksverband Münster: 75 % gegen Martin Schiller

Wenige Tage vor Weihnachten, am 22. Dezember 2019, kam die AfD in Bottrop zusammen, um einen neuen Vorstand ihres Bezirksverbands Münster zu wählen. Dabei ist nicht nur das Ergebnis dieser Vorstandswahl von Interesse, sondern auch die sich beim Bezirksparteitag abzeichnenden Zerwürfnisse zwischen dem „Flügel“-dominierten Bezirksvorstand und dem Kreisverband Münster um Martin Schiller. Continue reading AfD-Bezirksverband Münster: 75 % gegen Martin Schiller

Martin Schiller wegen Körperverletzung verurteilt

Das Amtsgericht Münster verurteilte den AfD-Ratsherrn Martin Schiller am 22.11.2019 wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.100 Euro. Die Strafe verblieb unterhalb von 90 Tagessätzen, so dass Schiller weiterhin als nicht vorbestraft gilt. Das Gericht war zu dem Schluss gekommen, dass Schiller zusammen mit weiteren AfD-Mitgliedern im April 2018 einen Gast der Stadtbücherei Münster im Keller bei den Toiletten angegriffen und die Treppe hochgezerrt hatte, um diesen aus der Bücherei zu entfernen. Das Opfer erlitt dabei mehrere Prellungen und Hämatome. Continue reading Martin Schiller wegen Körperverletzung verurteilt

Martin Schiller nun stellvertretender Vorsitzender der NRW-AfD

Die nordrhein-westfälische AfD hat seit dem vergangenen Wochenende wieder einen vollzähligen Landesvorstand. Der Landesparteitag in Kalkar wählte den AfD-Bundestagsabgeordneten Rüdiger Lucassen aus Euskirchen (Foto) zum neuen Vorsitzenden. Einer seiner drei Stellvertreter wurde der Münsteraner AfD-Ratsherr Martin Schiller. Continue reading Martin Schiller nun stellvertretender Vorsitzender der NRW-AfD

AfD-Veranstaltung mit Andreas Kalbitz fällt aus

Am 13. September 2019 sollte der brandenburgische AfD-Vorsitzende Andreas Kalbitz gemeinsam mit dem nordrhein-westfälischen AfD-Bundestagsabgeordneten Rüdiger Lucassen in Hörstel sprechen. Doch der von den AfD Kreisverbänden Münster und Steinfurt organisierte „Bürgerdialog“ fiel aus, nachdem Antifaschist*innen den Ort publik gemacht hatten. Das Seecafé in Hörstel distanzierte sich von der AfD und „rechtsextremer Politik“. Continue reading AfD-Veranstaltung mit Andreas Kalbitz fällt aus

Naomi Seibt – eine extrem rechte „YouTuberin“ aus Münster

Seit Ende Mai betreibt die 18-jährige Münsteranerin Naomi Seibt einen Kanal auf „YouTube“, auf dem sie versucht, rechtes Gedankengut scheinbar harmlos und pseudowissenschaftlich zu verbreiten. Damit gelang es ihr innerhalb kürzester Zeit ein großes Publikum anzusprechen, mittlerweile folgen über 30.000 Personen ihrem Kanal. Sie liegt damit in Sachen Beliebtheit im Mittelfeld der rechtsradikalen „YouTuber“ und selbst ernannten „Influencer“. Besonders in AfD-Kreisen werden ihre Videos verbreitet. Continue reading Naomi Seibt – eine extrem rechte „YouTuberin“ aus Münster

Martin Schiller (AfD) verharmlost den Nationalsozialismus

Gastbeitrag – übernommen von der Antifaschistischen Linken Münster

Der AfD-Ratsherr Martin hat in einem Facebook-Post den  Nationalsozialismus verharmlost und zugleich auf unerträgliche Weise gegen die Jugendbewegung „Fridays for Future” und deren Aktivistin Greta Thunberg gehetzt. Am 23. März 2019 postete er eine Fotomontage, die Thunberg in der Uniform des „Bundes Deutscher Mädel“, der weiblichen „Hitlerjugend“, zeigt. Darüber prangt in Frakturschrift der Satz „Jugend dient dem Klima“, darunter „#fridaysforfuture.“ Als Vorlage des Plakates diente ein Propagandaplakat der NSDAP aus dem Jahr 1939. Continue reading Martin Schiller (AfD) verharmlost den Nationalsozialismus

AfD-Politiker aus dem Münsterland und die rassistische Mobilisierung in Chemnitz

Gastbeitrag – übernommen von Antifaschistische Linke Münster.

AfD-Politiker aus dem Münsterland verteidigen die rassistische Mobilisierung nach dem Mord in Chemnitz, wo sich in den vergangenen Tagen tausende Neonazis, rechte Hooligans, Pegida-Anhänger*innen und AfD-Sympathisant*innen auf der Straße versammelten. Die unterbesetzte sächsische Polizei hatte die Lage stellenweise nicht unter Kontrolle. Ein Teil der Teilnehmenden ging auf Hetzjagd gegen Ausländer*innen und Menschen mit Migrationshintergrund.

Der AfD-Landtagsabgeordnete Christian Blex aus dem Kreis Warendorf bezeichnet die rassistischen Demonstrationen als „spontanen Widerstand“ [1] und ruft zu weiteren Aktionen auf. [2] Der Münsteraner AfD-Ratsherr Martin Schiller kommentiert die Ereignisse in Chemnitz mit den Worten „Irgendwann wird Volkes Wut nicht mehr zu stoppen sein.“ [3] Continue reading AfD-Politiker aus dem Münsterland und die rassistische Mobilisierung in Chemnitz

Wofür steht Martin Schiller?

Gastbeitrag – übernommen von der Kampagne Keine Stimme der AfD
 
Die „Westfälischen Nachrichten“ haben ein Porträt des AfD-Funktionärs Martin Schiller, den Direktkandidaten seiner Partei zur Bundestagswahl in Münster, veröffentlicht. [1] Daran ist insofern nichts auszusetzen, als dass die Tageszeitung auch die anderen Direktkandidaten vorstellt. Problematisch ist allerdings das Bild seiner Person, dass Schiller in dem Artikel zeichnet: Er sei ein lokaler mittelständischer Unternehmer aus der Textilindustrie, der zeitweise in Mexiko tätig war. Der Zeitung hat er sogleich sein „Lieblingsfoto“ zur Verfügung gestellt, das ihn mit einigen seiner mexikanischen Angestellten zeigt. Folglich, so die unterschwellige Botschaft, kann er ja kein Rassist oder Rechtsradikaler sein. Schiller behauptet, dass er sich vom „stumpfen Nationalismus“ seines Parteikollegen Björn Höcke distanziere und will seine Partei politisch dort angesiedelt sehen, wo früher die CDU gestanden habe, „bevor sie unter Merkel nach links driftete“. Zugleich erklärt er, dass er Migration für falsch halte, weil ein Sozialstaat ohne Grenzen nicht funktioniere. Ist Martin Schiller also lediglich ein konservativer, honoriger Kaufmann, der sich um die Zukunft des deutschen Sozialstaat Sorgen macht? Nichts könnte falscher sein als das, wie wir an wenigen Punkten verdeutlichen wollen. Continue reading Wofür steht Martin Schiller?